Planungswissen / Unterkonstruktion / Deckenanbindung an Betonstürze

UNTERKONSTRUKTION

Deckenanbindung an Betonstürze

Betonstürze stellen aufgrund begrenzter Bohrtiefe und Randabständen besondere Anforderungen.

Betonstürze haben oft eine schmale Auflagefläche; Randabstände sind zu beachten. Lösung: bauseitige eingelegte Halfen- / Jordal-Ankerschienen, begrenzte Bohrtiefe, Winkelkonsole oder seitliche Befestigung.

Statische Randbedingungen

  • Mindestrandabstand von 5 cm von der Aussenkante ist einzuhalten
  • In vielen Betonstürzen befinden sich statische Armierungseisen, in die nicht gebohrt werden darf
  • Empfehlung: Halfen- / Jordalschiene

    Um das Bohrrisiko in die Armierung zu vermeiden, empfiehlt H&T, bauseits vorgängig eine Halfen- oder Jordalschiene einzulegen. Die Schraubverbindung zur Laufschiene mit axialer Verstellmöglichkeit erlaubt es, Toleranzen aus der Rohbauausführung auszugleichen.

    Betonstürze mit Stahlseilvorspannung

    Bei Betonstürzen, die mit Stahlseilen (Spannkabeln) armiert sind, darf von unten nicht gebohrt werden. In diesem Fall erfolgt die Befestigung seitlich am Betonsturz mit einer eigens visualisierten U-Konsole aus feuerverzinktem Stahl.